Kreativität - Apples besonderes Kennzeichen

Vor zwei Tagen ging die Meldung die Runde, daß ab sofort offene iPhones über Amazon bestellbar sind. Heute kommt die Meldung, daß aufgrund der großen Nachfrage keine Bestellungen mehr entgegengenommen werden können. Kunden, die bereits bestellt haben, werden von Amazon informiert. Presseanfragen bei Apple kamen zum Ergebnis, dass Apple wohl gar nicht so recht über diese Aktion gewußt haben will. Die Vermutungen, daß Apple seine restriktive Vermarktungspolitik nun doch ändere sind damit wieder obsolet - oder vielleicht doch nicht ?
Als Szenario könnte man sich vorstellen, daß diese Aktion sehr wohl abgestimmt und nur ein weiterer Baustein in der Vermarktung dieses Handys ist. Kein anderer Handyhersteller hat es bisher geschafft mit einem durchschnittlichen Produkt einen derart hohen Preis zu erzielen und die Nachfrage durch das knappe Angebot immer weiter zu steigern.
Während viele Firmen in dieser Branche damit beschäftigt sind ihre Gewinnmargen mit unpopulären Massnahmen, wie Standortverlegungen oder Kündigungen, halbwegs in den Griff zu bekommen, macht Apple Schluss mit dem Preisverfall und reizt das System der freien Marktwirtschaft aus. Der Preis steigt, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Ob Angebot oder Nachfrage nun gesteuert werden oder nicht, ist in diesem Spiel unerheblich - wichtig ist nur das Ergebnis, nämlich der Gewinn.
Die Konkurrenz erstarrt jedenfalls - vor Eifersucht oder Neid bleibt dahingestellt. Für Jobs ist das sowieso kein Problem, denn man hat nicht den Eindruck, daß sich der Gründer und Kopf von Apple viel um andere schert. Irgendwann hat Jobs einmal gesagt:
"Es ist besser, ein Pirat zu sein, als der Navy beizutreten. Lasst uns Piraten sein.“
Ein Kommentar ist hier wohl überflüssig.
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